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30.03.05
Mitteilung über den Verfahrensstand in den Insolvenzverfahren über das Vermögen der
- Umweltschutz Nord Abwicklungs GmbH & Co. KG, Ganderkesee, Geschäfts-Nr. 12IN130/03
- Umweltschutz Mitte GmbH & Co. KG, Northeim Geschäfts-Nr. 12IN132=03
- Umweltschutz Süd GmbH, Sanierung Ol-und Chemikalienschäden
zu Lande und Zu Wasser & Co., Biburg Geschäfts-Nr. 12IN134/03
- Umweltschutz Ruhr GmbH, Gladbeck Geschäfts-Nr. 12IN136/03
- Umweltschutz Nord Kompostsysteme GmbH & Co., Ganderkesee Geschäfts-Nr. 12IN137/03
- Umweltschutz Nord Hamburg GmbH, Hamburg Geschäfts-Nr. 12IN139/03
- Umweltschutz Nord Langhagen GmbH, Neubrandenburg Geschäfts-Nr. 12IN140/03
- Umweltschutz Nord GmbH General Contractors and International
Consultants, Ganderkesee Geschäfts-Nr. 12IN141/03
- Umweltschutz Zwickau GmbH, Zwickau Geschäfts-Nr. 12IN142/03
- Umweltschutz Nord Bremen GmbH & Co. KG, Bremen Geschäfts-Nr. 12IN143/03
Sachstand in den Insolvenzverfahren über die Vermögen der verschiedenen Gesellschaften der Umweltschutz Nord – Gruppe per April 2005:
Mit einem Abschluß der einzelnen Insolvenzverfahren ist nicht vor Ende 2007 zu rechnen, da noch zahlreiche Arbeitsgerichtsverfahren (u.a. Berufungen vor den Landesarbeits-gerichten) anhängig sind und Verkäufe von gesellschaftsrechtlichen Beteiligungen der Insolvenzschuldnerinnen sowie Verwertungen von einigen größeren und teilweise problembehafteten Immobilien noch nicht abgeschlossen werden konnten. Darüber hinaus prüfe ich derzeit umfassend Schadenersatz- und Anfechtungsansprüche gegenüber den in Betracht kommenden Beteiligten. Aufgrund der Komplexität der Gläubigerstruktur sowie insbesondere der Konzernverflechtung der einzelnen Gesellschaften der Umweltschutz Nord – Gruppe ist diese Prüfung sowohl tatsächlich wie auch rechtlich mit einem erheblichen Aufwand verbunden. Ziel der Ermittlung und Durchsetzung dieser Ansprüche ist die Anreicherung der Massen in den verschiedenen Insolvenzverfahren, die bei Verfahrensabschluss eine höhere Quotenbefriedigung der Insolvenzgläubiger ermöglichen soll, als das ohne Verfolgung dieser Ansprüche der Fall wäre. Von der Durchsetzung dieser Ansprüche sind wesentlich auch Zahlungen an die Arbeitnehmer auf Grundlage des vereinbarten Sozialplans vom 26. September 2003 abhängig.
Weiterhin sind derzeit laufend nachträglich angemeldete Insolvenzforderungen als auch nachträglich eingereichte Anlagen und Erläuterungen zu bereits angemeldeten Forderungen zu prüfen.
Unter Berücksichtigung der oben dargestellten Umstände sowie der Tatsache, dass derzeit die Insolvenzmassen nicht ausreichen, die Masseverbindlichkeiten zu erfüllen, kann eine Prognose über die Höhe einer Quote nicht getroffen werden.
Dr. Dirk Rüffert
RA als Insolvenzverwalter
30.03.05
Sozialplan vom 26.09.2003: Mitteilung des Insolvenzverwalters an die ehemaligen Mitarbeiter der Firmen
- Umweltschutz Nord Abwicklungs GmbH & Co. KG, Ganderkesee, Geschäfts-Nr. 12IN130/03
- Umweltschutz Mitte GmbH & Co. KG, Northeim Geschäfts-Nr. 12IN132=03
- Umweltschutz Süd GmbH, Sanierung Ol-und Chemikalienschäden
zu Lande und Zu Wasser & Co., Biburg Geschäfts-Nr. 12IN134/03
- Umweltschutz Ruhr GmbH, Gladbeck Geschäfts-Nr. 12IN136/03
- Umweltschutz Nord Kompostsysteme GmbH & Co., Ganderkesee Geschäfts-Nr. 12IN137/03
- Umweltschutz Nord Hamburg GmbH, Hamburg Geschäfts-Nr. 12IN139/03
- Umweltschutz Nord Langhagen GmbH, Neubrandenburg Geschäfts-Nr. 12IN140/03
- Umweltschutz Nord GmbH General Contractors and International
Consultants, Ganderkesee Geschäfts-Nr. 12IN141/03
- Umweltschutz Zwickau GmbH, Zwickau Geschäfts-Nr. 12IN142/03
- Umweltschutz Nord Bremen GmbH & Co. KG, Bremen Geschäfts-Nr. 12IN143/03
In den dem Abschluss des Sozialplans vom 26. September 2003 vorhergehenden Sozialplanvereinbarungen der einzelnen zuvor genannten Insolvenzschuldnerinnen ist unter § 5 Ziffer 2 (Fälligkeit) die Möglichkeit einer angemessenen Abschlagszahlung per 31.12.2004 aufgeführt.
Eine Abschlagszahlung auf Grundlage dieser Regelung kann derzeit leider nicht vorgenommen werden, da die Insolvenzmasse nach wie vor nicht ausreicht, alle Masseverbindlichkeiten zu bedienen. Auch die Bezahlung Ihrer weiteren Masseforderungen (z.B. Differenzbetrag zwischen Nettoentgelt und Arbeitslosengeld) ist aus diesem Grund derzeit nicht möglich.
Der Betriebsrat und die Mitglieder des Gläubigerausschusses wurden von mir entsprechend informiert.
Die Insolvenzverfahren werden aller Voraussicht nach erst Ende 2007 abgeschlossen werden können, so dass eine Aussage über eine Quotenhöhe sowohl bei den Masseforderungen als auch bei den Insolvenzforderungen zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht möglich ist.
Dr. Dirk Rüffert
RA als Insolvenzverwalter
12.11.2003
Gläubigerinformation zur Insolvenz der Unternehmensgruppe
Umweltschutz Nord
Am 07. und 08.10.2003 fanden die Berichtstermine in den Insolvenzverfahren
über das Vermögen der UMWELTSCHUTZ NORD GmbH &
Co. KG, Ganderkesee, sowie den weiteren zur Unternehmensgruppe
gehörenden Gesellschaften statt. Im Rahmen dieser Gläubigerversammlungen
wurde Dr. Dirk Rüffert als Insolvenzverwalter für
die operativ tätigen Gesellschaften und der bisher vorläufig
bestellte Gläubigerausschuss in ihren Ämtern bestätigt.
Nachdem bereits Anfang September 2003 die Bremer Zechbau-Gruppe
mit dem Erwerb von insgesamt 14 Bodenreinigungsanlagen wesentliche
Unternehmensteile übernommen hatte, wurden seither weitere
intensive Gespräche und Verhandlungen mit potentiellen
Investoren geführt. Im Ergebnis dieser Gespräche
konnten neben den wesentlichen Projekten im Bereich der Wasserreinigungsanlagen
auch die 3 Bodenreinigungsanlagen in Northeim, Bad Lauchstädt
und Büden mit allen dort tätigen Arbeitnehmern an
die Bettels-Gruppe übertragen werden.
Die Verträge mit den Erwerbern Zech und Bettels wurden
inzwischen auch vom vorläufigen Gläubigerausschuss
genehmigt.
Daneben konnten in eilbedürftigen Fällen bis zum
Berichtstermin einzelne Beteiligungen oder Vermögensgegenstände
veräußert werden. Alle übrigen Verkaufsverträge
wurden zwischenzeitlich vom Gläubigerausschuss genehmigt.
Durch den Verkauf eines Grundstücks in Ganderkesee
an einen Investor, der dieses dem Kindergarten zur Verfügung
stellt, wurde die wesentliche Voraussetzung für den Weiterbetrieb
des Kindergartens geschaffen.
Im Rahmen der bisherigen Verwertungsbemühungen konnten
sämtliche wesentlichen operativen Geschäftsbereiche
auf Investoren übertragen und somit ca. 240 der ursprünglich
ca. 400 Arbeitsplätze gesichert werden.
Aktuell stehen die Veräußerung der weiteren zur
Insolvenzmasse gehörenden Unternehmensbeteiligungen,
der Immobilie in Ganderkesee sowie die Veräußerung
des verbliebenen Anlagevermögens im Vordergrund der Verwertungsbemühungen,
die bis Ende dieses Jahres im wesentlichen abgeschlossen sein
sollen. Darüber hinaus bilden die Forderungsprüfung
sowie die Ermittlung und Durchsetzung von Anfechtungsansprüchen
die wichtigen Aufgabengebiete des Insolvenzverwalters.
Dr. Dirk Rüffert
als Insolvenzverwalter
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