Aktuelles > Presse
 
Alle Nachrichten im Überblick
08.09.2003 Lieferanteninformation zu den Insolvenzverfahren über das Vermögen der U-Nord-Gruppe
03.09.2003 Insolvenz der Unternehmensgruppe UMWELTSCHUTZ NORD
01.09.2003 Insolvenz der Unternehmensgruppe UMWELTSCHUTZ NORD
 

 

08.09.2003
Lieferanteninformation zu den Insolvenzverfahren über das Vermögen der U-Nord-Gruppe

 

 

Bitte laden Sie sich folgendes Lieferantenrundschreiben im PDF-Format (Größe 2 MB) herunter.
Zum Betrachten benötigen Sie den kostenlosen Adobe Acrobat Reader.

Weitere Formblätter und Gläubigeranschreiben finden Sie hier.

   

03.09.2003
Insolvenz der Unternehmensgruppe Umweltschutz Nord
 

 

Nach langen intensiven und konstruktiven Verhandlungen haben der Insolvenzverwalter und die Bremer Zechbau-Gruppe in der gestrigen Nacht die Gespräche zur Übernahme der wesentlicher Unternehmensteile zu einem erfolgreichen Vertragsabschluss geführt. Damit werden nach Zustimmung der Gläubigerausschüsse rückwirkend auf den 01.09.2003 insgesamt 14 Bodenreinigungsanlagen von Zechbau fortgeführt. Im Rahmen der Übernahme werden zunächst 141 Arbeitnehmer übernommen. Über den Erwerb von Wasserreinigungsanlagen durch die Zechbau-Gruppe wird noch weiterverhandelt. Hinsichtlich 3 weiterer Bodenreinigungsanlagen liegen dem Insolvenzverwalter Übernahmeangebote von einem weiteren Investor vor, über die kurzfristig entschieden werden soll.

Dr. Dirk Rüffert
als Insolvenzverwalter

   

01.09.2003
Insolvenz der Unternehmensgruppe Umweltschutz Nord
 

 

Mit Beschluss des Amtgerichtes Delmenhorst vom 1. September 2003 wurde das Insolvenzverfahren über das Vermögen der UMWELTSCHUTZ NORD GmbH & Co. KG, Ganderkesee, sowie insgesamt 14 weiteren zur Unternehmensgruppe gehörenden Gesellschaften eröffnet. Die Eröffnung erfasst alle Gesellschaften, bei denen bislang vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet war. Die Ursache für die eingeleiteten Insolvenzverfahren liegt vor allem in strukturellen Problemen der Gruppe. Ein expansiver Unternehmenskurs verbunden mit Umsatzeinbrüchen im Kerngeschäft, defizitären Auslandsgeschäften und Projekten sowie zu hohen Personalkosten, insbesondere in den Zentralbreichen der Unternehmensgruppe haben zu erheblichen Ergebnis- und Liquiditätsproblemen der U-Nord-Gruppe geführt. In den vergangenen Jahren waren seitens der Geschäftsführung im Arbeitnehmerinteresse Kündigungen unterblieben, die betriebswirtschaftlich zwingend erforderlich gewesen wären. Die bereits Anfang 2003 eingeleiteten Sanierungsbemühungen der neu bestellten Geschäftsführung konnten aufgrund der inzwischen eingetretenen weiteren Verschärfung der Liquiditätssituation nicht mehr vollständig umgesetzt werden.
Im Rahmen intensiver Verhandlungen des vorläufigen Insolvenzverwalters mit den Kunden, Gläubigerbanken, Zuweisungsbehörden und Umweltämtern sowie dem Arbeitsamt konnte die Aufrechterhaltung und Fortführung des Geschäftsbetriebes erreicht werden, die Voraussetzung für die Erhaltung von wesentlichen Unternehmensteilen und damit auch für die Sicherung von Arbeitsplätzen ist. Zeitleich zu diesen Bemühungen wurden im Rahmen eines Bieterverfahrens Verhandlungen mit potentiellen Interessenten aufgenommen. Vor dem Hintergrund der auf den Betriebsgrundstücken lagernden kontaminierten Böden, umweltrechtlicher Genehmigungs- und Haftungsfragen sowie noch erforderlicher leistungswirtschaftlicher Reorganisationsmaßnahmen zeigte sich sehr frühzeitig, dass die angestrebte Übertragung des gesamten Geschäftsbetriebs und damit die Sicherung der insgesamt betroffenen rd. 410 Arbeitsplätze leider nicht zu realisieren war.
Derzeit wird im Interesse des Erhaltes möglichst vieler Arbeitsplätze versucht, den Betrieb von bis zu 14 Bodenreinigungsanlagen als Kernstück des Unternehmens auf einen Interessenten zu übertragen. Hierzu laufen bereits intensive Vertragsverhandlungen mit der Firma Zech-Bau aus Bremen, die kurzfristig abgeschlossen werden sollen. Nach dem aktuellen Stand der Gespräche mit der Firma Zech und mit Interessenten für weitere Unternehmensbereiche gehe ich davon aus, dass nachhaltig rd. 240 Arbeitsplätze der Unternehmensgruppe gesichert werden können.
Mit der Eröffnung der Insolvenzverfahrens steht nun auch der unverzüglichen Auszahlung der Insolvenzgeldvorfinanzierung für die August-Gehälter der Mitarbeiter nichts mehr im Wege. Die planmäßige Auszahlung musste leider Mitte letzter Woche infolge der Rechtsunsicherheit durch die mehrfachen Ankündigungen der Rücknahme des Insolvenzantrages gestoppt werden.

Dr. Dirk Rüffert
als Insolvenzverwalter

   

 

-> Zurück zur Startseite